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Silber
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Silber (in der Pharmazie auch lateinisch Argentum) ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Ag und der Ordnungszahl 47. Es zĂ€hlt zu den Ăbergangsmetallen. Im Periodensystem steht es in der 5. Periode und der 1. Nebengruppe (Gruppe 11) oder Kupfergruppe. Das Elementsymbol Ag leitet sich vom lateinischen Wort argentum fĂŒr âSilberâ ab. Silber gehört zu den Edelmetallen.
Es ist ein hellgraues, weiches, edles, eher ungiftiges sowie gut verformbares (duktiles) Schwermetall mit der höchsten elektrischen LeitfĂ€higkeit aller Elemente im unmodifizierten Zustand (Kohlenstoff in der Form von Graphen besitzt nochmals eine höhere LeitfĂ€higkeit) und der höchsten thermischen LeitfĂ€higkeit aller Metalle. Lediglich SupraflĂŒssigkeiten und ungestörte kristalline AusprĂ€gungen des Kohlenstoffs (Diamant, Graphen und graphennaher Graphit, Kohlenstoffnanoröhren) und des Bornitrids weisen eine bessere thermische LeitfĂ€higkeit auf.cite-ref-12[12] Silber reflektiert zudem das Licht besser als jedes andere Metall.
Silber war bereits vor der Antike bekannt. Es wird unter anderem fĂŒr Legierungen und Katalysatoren verwendet, doch es gibt auch einige medizinische sowie hygienische Anwendungen. FrĂŒher wurde Silber oft auch als Metall fĂŒr Besteck und MĂŒnzen verwendet (heutzutage nur in einem begrenzten MaĂe). Das meiste Silber wird in Mexiko produziert. Reines Silber kommt in der Natur vor.
Contents
âą Etymologie
âą Geschichte
âą Klassifikation
âą Raffination
âą Eigenschaften
âą Verwendung
âą Silberpreis
âą Nachweis
âą Verbindungen
âą Oxide
âą Halogenide
âą Heraldik
âą Siehe auch
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Etymologie
Das Wort âSilberâ (althochdeutsch silabar, silbar und Ă€hnliche Formen, mittelhochdeutsch neben silber auch sylber) leitet sich aus der gemeingermanischen Wurzel *silubra- ab, ebenso wie die Bezeichnungen in anderen germanischen Sprachen (so englisch silver). Das Baskische hat das germanische Wort ĂŒbernommen: zilar. Verwandte Bezeichnungen gibt es in den baltischen Sprachen (litauisch sidabras) und den slawischen Sprachen (russisch ŃĐ”ŃДбŃĐŸ serebro, kroatisch srebro).cite-ref-dwb-13-0[13]
Die Philologie des 19. Jahrhunderts brachte eine Vielzahl von Theorien ĂŒber den Wortursprung hervor.cite-ref-dwb-13-1[13] Der 1870 von Victor Hehn hergestellte Zusammenhang mit dem in Homers Ilias beschriebenen sagenhaften Land AlybÄ (áŒÎ»ÏÎČη) muss Spekulation bleiben. Das Wort könnte aus einer orientalischen Sprache stammen, abgeleitet von der semitischen Wurzel áčąRP (vgl. akkadisch áčŁarÄpu âveredelnâ, âlegierenâ).cite-ref-14[14]
In anderen indogermanischen Sprachen geht das Wort fĂŒr Silber auf die Wurzel *arg zurĂŒck, so altgriechisch áŒÏÎłÏ
ÏÎżÏ argyros und lateinisch argentum.cite-ref-15[15] Argentinien wurde nach dem Silber benannt, das EuropĂ€er dort zu finden hofften; es ist das einzige nach einem chemischen Element benannte Land. HĂ€ufiger ist die Namensgebung eines Elementes nach einem Land (siehe Etymologische Liste der chemischen Elemente#Staaten und Regionen).
Geschichte
Silber wird von Menschen etwa seit dem 5. Jahrtausend v. Chr. verarbeitet. Es wurde zum Beispiel von den Assyrern, den Goten, den Griechen, den Römern, den Ăgyptern und den Germanen benutzt. Zeitweise galt es als wertvoller als Gold. Das Silber stammte meistens aus den Minen in Laurion, die etwa 50 Kilometer sĂŒdlich von Athen lagen. Bei den alten Ăgyptern war Silber als Mondmetall bekannt. Auch in der Alchemie steht der Mond (lateinisch Luna)cite-ref-16[16]cite-ref-17[17] fĂŒr Silber. SpĂ€tmittelalterliche und frĂŒhneuzeitliche Autoren, insbesondere auf dem Gebiet der Alchemie, nahmen eine Entstehung des Silbers durch Vermischung von Schwefel und Quecksilber (lateinisch Argentum vivum) an.cite-ref-18[18]
Im Mittelalter und der FrĂŒhen Neuzeit wurden in Zentraleuropa Silbererzvorkommen im Harz (Goslar), in Waldeck-Frankenberg (Frankenberg, Goddelsheim, Dorfitter, Thalitter), am Donnersberg (Imsbach), im ThĂŒringer Wald (Ohrdruf), in Sachsen (Freiberg und im ĂŒbrigen Erzgebirge, besonders JĂĄchymov), im SĂŒdschwarzwald (Schauinsland, Belchen, MĂŒnstertal, Feldberg), Böhmen (KutnĂĄ Hora) und der Slowakei entdeckt. Ergiebige Silbervorkommen sind darĂŒber hinaus aus Kongsberg (Norwegen) bekannt.
GröĂter Silberproduzent im Mittelalter war Schwaz in Tirol. Ein groĂer Teil des damaligen Silbers kam aus den Stollen der Schwazer Knappen.
SpĂ€ter brachten die Spanier groĂe Mengen von Silber aus Lateinamerika, unter anderem aus der sagenumwobenen Mine von PotosĂ, nach Europa. Auch Japan war im 16. Jahrhundert Silberexporteur. Da nach 1870 vorwiegend Gold als WĂ€hrungsmetall verwendet wurde, verlor das Silber seine wirtschaftliche Bedeutung. Das WertverhĂ€ltnis sank von 1:14 auf 1:100, spĂ€ter stieg es wieder etwas an. Im MĂ€rz 2018 lag es bei ungefĂ€hr 1:81, im Juli 2025 bei 1:87.
Mitte des 19. Jahrhunderts wurde rostfreier Stahl entwickelt, der dann aufgrund seiner Gebrauchsfreundlichkeit und des attraktiven Preises nach dem Ersten Weltkrieg in die Einsatzbereiche des Silbers vordrang, etwa Servierplatten, Bestecke, Leuchter und KĂŒchengerĂ€t. GegenlĂ€ufig dazu hat sich der Bereich Fotografie und Fotochemie unter Verwendung der Silbersalze wĂ€hrend des ganzen 20. Jahrhunderts breit entwickelt, verlor aber seit Ende der 1990er Jahre im Zuge der Umstellung auf die digitale Abbildungstechnik erheblich an Bedeutung.
Als die gröĂte Silberspekulation wird die Spekulationsblase im Silbermarkt Mitte der 1970er Jahre bis zum Jahr 1980 betrachtet, die insbesondere mit den BrĂŒdern Nelson Bunker Hunt und William Herbert Hunt in Verbindung gebracht wird, die Silberspekulation der BrĂŒder Hunt.
Vorkommen und Förderung
Silber hat in der Erdkruste einen Anteil von etwa 0,079 ppm. Es ist damit etwa 20 mal hĂ€ufiger als Gold und rund 700 mal seltener als Kupfer.cite-ref-howi-1433-1-1[1] In der Natur tritt es gediegen auf, das heiĂt elementar; meist in Form von Körnern, seltener von gröĂeren Nuggets, dĂŒnnen PlĂ€ttchen und Blechen oder als drahtig verĂ€steltes Geflecht (Dendrit) bzw. als dĂŒnne SilberdrĂ€hte in hydrothermal gebildeten ErzgĂ€ngen sowie im Bereich der Zementationszone.
Die wichtigsten Silbervorkommen befinden sich in Nordamerika (Mexiko, den USA und Kanada) und in SĂŒdamerika (Peru, Bolivien). Mit knapp 20 % der globalen Förderung war Peru von 2003 bis 2009 der weltweit gröĂte Silberproduzent und wurde 2010 von Mexiko ĂŒberholt. Im Jahr 2020 förderte Mexiko mit 5540 t weltweit das meiste Silber, gefolgt von China mit 3380 t und Peru mit 2770 t. Die weltweit bekannten Silberreserven wurden 2022 auf 530.000 t geschĂ€tzt.cite-ref-usgs-19-0[19]
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des Silbers wurden 2020 als Nebenprodukt in Blei/Zink-, Kupfer- oder Goldminen gefördert, wo sie als Sulfide oder Oxide vorkommen. Wichtige Fundorte von Silber in gediegener Form waren: Freiberg im Erzgebirge; Schwaz (Tirol); Kongsberg/Norwegen (dort auch groĂe Kristalle); Sankt Andreasberg im Harz; Keweenaw-Halbinsel/USA (dort mit ebenfalls gediegen vorkommendem Kupfer als âhalfbreedâ); Batopilas/Mexiko; Mansfelder Kupferschiefer-Revier (Eisleben, Sangerhausen; meist Silberbleche; auch als Versteinerungsmaterial von Fossilien).
Zwischen dem Beginn des 20. Jahrhunderts und dem Ende des Zweiten Weltkrieges hat die jÀhrlich geförderte Silbermenge zwar fluktuiert, ist aber im Mittel konstant geblieben. Vom Kriegsende bis heute hat sie sich mehr als verdoppelt.
Das polnische Unternehmen KGHM ist mit durchschnittlich 1.200 Tonnen Jahresförderung das bedeutendste Silberunternehmen der EU und das drittgröĂte weltweit.
Laut einer Studie des Rheinisch-WestfĂ€lischen Instituts fĂŒr Wirtschaftsforschung, des Fraunhofer-Instituts fĂŒr System- und Innovationsforschung sowie der Bundesanstalt fĂŒr Geowissenschaften und Rohstoffe betrĂ€gt die weltweite Reichweite der Silberressourcen nur noch 29 Jahre. Somit ist mit einer Verknappung von Silber in den nĂ€chsten Jahrzehnten zu rechnen. Allerdings wird auch immer mehr Silber recycelt, wodurch die bekannten Vorkommen geschont werden.cite-ref-20[20] Ausgehend von den Daten des U.S. Geological Survey vom Jahr 2022cite-ref-usgs-19-1[19] ergibt sich fĂŒr Silber eine statische Reichweite von 23 Jahren.
Wie bei den anderen Edelmetallen spielt die Wiederaufarbeitung silberhaltiger Materialien im Rahmen des Recyclings, beispielsweise von Fotopapieren, Röntgenfilmen, Entwickler- und FixierbÀdern, Elektronikschrott und Batterien eine wichtige Rolle.
| Land | Fördermenge (in t ) | Fördermenge (in t ) |
|---|---|---|
| Land | 2019 | 2020 |
| Argentinien Argentinien | 1.080 | 710 |
| Australien Australien | 1.330 | 1.340 |
| Bolivien Bolivien | 1.160 | 930 |
| Chile Chile | 1.350 | 1.580 |
| China Volksrepublik Volksrepublik China | 3.440 | 3.380 |
| Kasachstan Kasachstan | n.bek. | 435 |
| Mexiko Mexiko | 5.920 | 5.540 |
| Peru Peru | 3.860 | 2.770 |
| Polen Polen | 1.470 | 1.250 |
| Russland Russland | 2.000 | 1.320 |
| Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten | 977 | 1.030 |
| Vereinte Nationen Andere LĂ€nder | 3.920 | 3.230 |
| Summe (gerundet) | 26.500 | 23.500 |
Silber als Mineral
Entdeckung und Mineralanerkennung
NatĂŒrliche Vorkommen an gediegen Silber waren bereits lange vor der GrĂŒndung der International Mineralogical Association (IMA) bekannt und als eigenstĂ€ndige Mineralart anerkannt. Dies wurde von ihrer Commission on New Minerals, Nomenclature and Classification (CNMNC) ĂŒbernommen und bezeichnet Silber als sogenanntes âgrandfatheredâ (G) Mineral.cite-ref-ima-liste-21-0[21] Die seit 2021 ebenfalls von der IMA/CNMNC anerkannte Kurzbezeichnung (auch Mineral-Symbol) von Silber entspricht mit âAgâ dem Elementsymbol.cite-ref-22[22]
Klassifikation
Bereits in der veralteten 8. Auflage der Mineralsystematik nach Strunz gehörte Silber zur Mineralklasse der âElementeâ und dort zur Abteilung âMetalle und intermetallische Legierungen (ohne Halbmetalle)â, wo es gemeinsam mit Auricuprid, Gold und Kupfer in der âKupfer-Reiheâ mit der Systemnummer I/A.01 steht.
In der zuletzt 2018 ĂŒberarbeiteten Lapis-Systematik nach Stefan WeiĂ, die formal auf der alten Systematik von Karl Hugo Strunz in der 8. Auflage basiert, erhielt das Mineral die System- und Mineralnummer I/A.01-020. Dies entspricht ebenfalls der Abteilung âMetalle und intermetallische Verbindungenâ, wo Silber zusammen mit Anyuiit, Auricuprid, Bogdanovit, Gold, Hunchunit, Kupfer, Novodneprit, Tetra-Auricuprid und Yuanjiangit sowie dem als fraglich geltenden Cuproaurid eine unbenannte Gruppe mit der Systemnummer I/A.01 bildet.cite-ref-lapis-23-0[23]
Auch die von der IMA zuletzt 2009 aktualisierte 9. Auflage der Strunzâschen Mineralsystematik ordnet Silber in die Abteilung âMetalle und intermetallische Verbindungenâ ein. Diese ist allerdings weiter unterteilt nach den in der Verbindung vorherrschenden Metallen, die entsprechend ihrer verwandten Eigenschaften in Metallfamilien eingeteilt wurden. Hier ist das Mineral entsprechend in der Unterabteilung âKupfer-Cupalit-Familieâ zu finden, wo es zusammen mit Aluminium, Blei, Gold, Kupfer und Nickel die âKupfergruppeâ mit der Systemnummer 1.AA.05 bildet.cite-ref-24[24]
In der vorwiegend im englischen Sprachraum gebrĂ€uchlichen Systematik der Minerale nach Dana hat Silber die System- und Mineralnummer 01.01.01.02. Das entspricht ebenfalls der Klasse und gleichnamigen Abteilung âElementeâ. Hier findet er sich innerhalb der Unterabteilung âElemente: Metallische Elemente auĂer der Platingruppeâ in der âGoldgruppeâ, in der auch Gold, Kupfer, Blei und Aluminium eingeordnet sind.cite-ref-25[25]
Silberminerale, -erze und VarietÀten
Neben gediegen Silber, von dem bisher ĂŒber 6.000 Vorkommen dokumentiert sind (Stand 2024),cite-ref-26[26] findet man es vor allem in sulfidischen Mineralen. Zu den wichtigsten sulfidischen Silbererzen zĂ€hlen unter anderem Akanthit (Silberglanz) Ag2S mit einem Silbergehalt von etwa 87 % und Stromeyerit (Kupfersilberglanz) CuAgS mit etwa 53 % Silberanteil. Das Mineral mit dem höchsten Silberanteil von maximal 98,9 % ist allerdings der selten vorkommende Allargentum.cite-ref-27[27] Ebenfalls selten vorkommende Silberminerale sind unter anderem der Chlorargyrit (veraltet Hornerz bzw. Silberhornerz) AgCl und der Miargyrit (Silberantimonglanz) AgSbS2. Insgesamt sind einschlieĂlich gediegen Silber bisher 545 Silberminerale bekannt (Stand 2024).cite-ref-28[28]
Neben diesen Silbererzen findet man noch sogenannte silberhaltige Erze, die meist nur geringe Mengen Silber enthalten. Dies sind hÀufig Galenit (PbS), in dem zwischen 0,005 und 0,4 % Silber gelöst,cite-ref-29[29] aber mechanisch auch bis mehrere Prozent beigemengt sein können,cite-ref-30[30] aber auch andere sulfidische Erze wie unter anderem Pyrit (FeS2), Chalkopyrit (CuFeS2), Chalkosin (Cu2S) und verschiedene Fahlerze.cite-ref-31[31] Aus diesem Grund wird Silber hÀufig als Nebenprodukt bei der Blei- oder Kupferherstellung gewonnen.
Ein als Kongsbergit bezeichnetes Silberamalgam mit einem Quecksilbergehalt von etwa 5 % wird als VarietĂ€t dem Silber zugerechnet. FĂŒr Kongsbergit sind bisher mehr als 30 Fundorte dokumentiert (Stand 2024).cite-ref-32[32]
Als Arquerit wird eine SilbervarietÀt (Silberamalgam) mit einem Quecksilbergehalt von 10 bis 15 % bezeichnet.cite-ref-lapis-23-1[23]
Chilenit ist eine bismuthaltige SilbervarietÀt.cite-ref-lapis-23-2[23]
KĂŒnstlich erzeugte Silberlocken
Seit dem 18. Jahrhundert ist bekannt, dass durch Erhitzen von Akanthit bzw. bei VerhĂŒttungsprozessen von Silbererzen kĂŒnstlich (anthropogen) erzeugte SilberdrĂ€hte, meist in Form von Silberlocken entstehen können.cite-ref-34[34] Besonders in den letzten Jahrzehnten wurde wiederholt ĂŒber die kĂŒnstliche Erzeugung von Silberlocken auf Akanthitstufencite-ref-35[35] in der Fachliteratur berichtet.
Gewinnung und Darstellung
Gewinnung aus Silbererzen
20 % des Silbers wird aus Silbererzen gewonnen. Aus diesen wird das Silber meist durch Cyanidlaugung mit Hilfe einer 0,1%igen Natriumcyanid-Lösung herausgelöst. Dazu wird das Erz zunĂ€chst fein zu einem Schlamm zerkleinert. AnschlieĂend wird die Natriumcyanid-Lösung dazugegeben. Dabei ist eine gute BelĂŒftung wichtig, da fĂŒr das Verfahren Sauerstoff benötigt wird.
Bei der Zugabe von Natriumcyanid gehen sowohl elementares Silber als auch Silbererze (Ag2S, AgCl) als Dicyanoargentat(I) [Ag(CN)2]â in Lösung:
2 A g + H 2 O + 1 / 2 O 2 + 4 N a C N â â 2 N a [ A g ( C N ) 2 ] + 2 N a O H {\displaystyle \mathrm {2\ Ag+H_{2}O+\ ^{1}/_{2}\ O_{2}+4\ NaCN\rightarrow \ 2\ Na[Ag(CN)_{2}]\ +\ 2\ NaOH} } ,
A g 2 S + 4 N a C N â â 2 N a [ A g ( C N ) 2 ] + N a 2 S {\displaystyle \mathrm {Ag_{2}S\ +4\ NaCN\rightarrow \ 2\ Na[Ag(CN)_{2}]\ +\ Na_{2}S} } ,
A g C l + 2 N a C N â â N a [ A g ( C N ) 2 ] + N a C l {\displaystyle \mathrm {AgCl\ +2\ NaCN\rightarrow \ Na[Ag(CN)_{2}]\ +\ NaCl} } .
Da die Reaktion von Natriumcyanid mit Silbersulfid in einem Gleichgewicht steht, muss das Natriumsulfid entweder durch Oxidation mit Sauerstoff oder durch FĂ€llung (z. B. als Bleisulfid) entfernt werden. AnschlieĂend fĂ€llt man das edlere Silber â Ă€hnlich wie bei der Goldgewinnung â mit Zink aus:
2 N a [ A g ( C N ) 2 ] + Z n â â N a 2 [ Z n ( C N ) 4 ] + 2 A g {\displaystyle \mathrm {2\ Na[Ag(CN)_{2}]\ +Zn\rightarrow \ Na_{2}[Zn(CN)_{4}]+\ 2\ Ag} } .
Das ausgefallene Rohsilber (Werksilbercite-ref-36[36]) wird abgefiltert und weiter gereinigt (siehe Raffination).
Eine historische Verfahrensweise wird als kalte Amalgamation bezeichnet. Diese bestand darin, dass silberreiche Erzkonzentrate zuerst mit Kochsalz abgeröstet werden, wobei Silberchlorid entstand. AnschlieĂend verbrachte man das Röstgut in rotierend installierte FĂ€sser, denen Quecksilber, EisenstĂŒcke und Wasser zugegeben wurden. Durch die mehrere Stunden anhaltende Walkbewegung reduzierte das metallische Eisen das Silberchlorid zu Silber, das im selben Prozessverlauf mit dem Quecksilber ein Amalgam bildete. Letzteres wurde entnommen und unter Wiedergewinnung des Quecksilbers erhitzt, wobei metallisches Silber zurĂŒckblieb. Mit dieser Methode konnten zwischen 90 und 95 Prozent des Silbers aus dem eingesetzten Rohgut extrahiert werden. Dieses Verfahren wurde mit damals international beachteter technischer Dimension zwischen 1790 und 1857 in der HalsbrĂŒcker HĂŒtte praktiziert, nachdem man die Technologie von ungarischen HĂŒtten ĂŒbernommen hatte. Erbauer des Amalgamierwerkes waren der Metallurge Christlieb Ehregott Gellert und der sĂ€chsische Berghauptmann Johann Friedrich Wilhelm von Charpentier. In den ersten 50 Jahren produzierte das Amalgamierwerk etwa 316 Tonnen Silbermetall.cite-ref-37[37]
Gewinnung aus Bleierzen
Bei der Gewinnung von Bleierzen, z. B. aus Bleiglanz, entsteht nach dem Rösten und Reduzieren das sogenannte Rohblei oder Werkblei (genauere Informationen zur Bleigewinnung im Artikel Blei). Dieses enthÀlt meist noch einen Anteil Silber (zwischen 0,01 und 1 %). Im nÀchsten Schritt wird nun das Edelmetall entfernt und so dieses wertvolle Nebenprodukt gewonnen.
Zur Gewinnung muss zunĂ€chst das Silber vom gröĂten Teil des Bleis getrennt werden. Dies geschieht durch das Verfahren des Parkesierens (nach Alexander Parkes, der dieses Verfahren 1842 erfand).cite-ref-38[38] Das Verfahren beruht auf der unterschiedlichen Löslichkeit von Silber und Blei in Zink. Bei Temperaturen bis 400 °C sind Blei (flĂŒssig) und Zink (fest) praktisch nicht mischbar. ZunĂ€chst wird bei Temperaturen >400 °C zum geschmolzenen Blei Zink gegeben. Danach wird die Mischung abgekĂŒhlt. Da Silber im geschmolzenen Zink leicht löslich ist, geht es in die Zinkphase ĂŒber. AnschlieĂend erstarrt die Zinkschmelze als so genannter Zinkschaum (Zink-Silber-Mischkristalle). Dadurch kann das Silber vom gröĂten Teil des Bleis getrennt werden. Dieser Zinkschaum wird auch als Armblei bezeichnet. Er wird anschlieĂend bis zum Schmelzpunkt des Bleis (327 °C) erhitzt, so dass ein Teil des Bleis schmilzt und entfernt werden kann. Danach wird die verbliebene Zink-Blei-Silber-Schmelze bis zum Siedepunkt des Zinks (908 °C) erhitzt und das Zink abdestilliert. Das so gewonnene Produkt wird Reichblei genannt und enthĂ€lt etwa 8â12 % Silber.
Um das Silber anzureichern, wird nun die sogenannte Treibarbeit (LĂ€uterung, Kupellation) durchgefĂŒhrt. Dazu wird das Reichblei in einem Treibofen geschmolzen. Dann wird ein Luftstrom durch die Schmelze geleitet. Dabei oxidiert das Blei zu Bleioxid (frĂŒher unter anderem BleiglĂ€tte und SilberglĂ€tte genanntcite-ref-39[39]) das chemisch edlere Silber bleibt hingegen unverĂ€ndert. Das Bleioxid wird laufend abgeleitet und so nach und nach das Blei aus der Schmelze entfernt. Ist der Bleigehalt des Raffinats so weit gesunken, dass sich auf der OberflĂ€che der Metallschmelze keine matte Bleioxidschicht mehr bildet, das letzte OxidhĂ€utchen aufreiĂt und mithin das darunterliegende glĂ€nzende Silber sichtbar werden lĂ€sst, spricht man vom Silberblick. Die dann vorliegende Legierung wird Blicksilber genannt und besteht zu ĂŒber 95 % aus Silber.
Gewinnung aus Kupfererzen
Silber ist auch in Kupfererzen enthalten. Bei der Kupferherstellung fĂ€llt das Silber â neben anderen Edelmetallen â im sogenannten Anodenschlamm an. Dieser wird zunĂ€chst mit SchwefelsĂ€ure und Luft vom GroĂteil des noch vorhandenen Kupfers befreit. AnschlieĂend wird er im Ofen oxidierend geschmolzen, wobei enthaltene unedle Metalle in die Schlacke gehen und entfernt werden können.
Raffination
Rohsilber wird auf elektrolytischem Weg im Moebius-Verfahren gereinigt. Dazu wird das Rohsilber als Anode in eine Elektrolysezelle geschaltet. Als Kathode dient ein Feinsilberblech, als Elektrolyt salpetersaure Silbernitratlösung.
Das Verfahren entspricht der elektrolytischen Reinigung des Kupfers. WĂ€hrend der Elektrolyse werden Silber und alle unedleren Bestandteile des Rohsilbers (beispielsweise Kupfer oder Blei) oxidiert und gehen in Lösung. Edlere Anteile wie Gold und Platin können nicht oxidiert werden und fallen unter die Elektrode. Dort bilden sie den Anodenschlamm, der eine wichtige Quelle fĂŒr Gold und andere Edelmetalle ist. An der Kathode wird nun ausschlieĂlich Silber abgeschieden. Dieses sehr reine Silber bezeichnet man als Elektrolyt- oder Feinsilber.cite-ref-40[40]
Eigenschaften
Physikalische Eigenschaften
Silber ist ein weiĂlich-glĂ€nzendes Metall. Es kristallisiert unter Laborbedingungen kubisch-flĂ€chenzentriert (fcc) in der Raumgruppe Fm3m (Raumgruppen-Nr. 225)Vorlage:Raumgruppe/225 mit dem Gitterparameter a = 408,6 pm sowie 4 Formeleinheiten in der Elementarzelle.cite-ref-41[41] Die Atome bilden dabei eine kubisch dichteste Kugelpackung, die mit dem Pearson-Symbol cF4 beschrieben werden kann. Unter Normaldruck betragen die Schmelztemperatur 961 °C und die Siedetemperatur 2212 °C. Silber hat aber bereits oberhalb von 700 °C, also noch im festen Zustand, einen deutlichen Dampfdruck. Es siedet unter Bildung eines einatomigen, blauen Dampfes. Das Edelmetall besitzt eine Dichte von 10,49 g/cmÂł (bei 20 °C) und gehört daher wie alle Edelmetalle zu den Schwermetallen.
Frische und nicht korrodierte (Schnitt-)FlĂ€chen von Silber zeigen die höchsten Licht-Reflexionseigenschaften aller Metalle, frisch abgeschiedenes Silber reflektiert ĂŒber 99,5 % des sichtbaren Lichtes. Als âweiĂestesâ aller Gebrauchsmetalle wird es daher auch zur Herstellung von Spiegelncite-ref-42[42] benutzt. Strichfarbe ist ein grĂ€uliches WeiĂ. Mit abnehmender KorngröĂe wird die Farbe immer dunkler und ist bei fotografisch fein verteilten Silberkristallen schwarz. Das Reflexionsspektrum zeigt im nahen UV eine ausgeprĂ€gte Plasmakante.
Silber hat von allen Metallen die höchste bekannte WĂ€rme- und elektrische LeitfĂ€higkeit. Aufgrund seiner Dehnbarkeit und Weichheit (MohshĂ€rte von 2,5â4) lĂ€sst es sich zu feinsten, blaugrĂŒn durchschimmernden Folien (Blattsilber) von einer Dicke von nur 0,002 bis 0,003 mm aushĂ€mmern oder zu dĂŒnnen, bei 2 km LĂ€nge nur 0,1 bis 1 g wiegenden DrĂ€hten (Filigrandraht) ausziehen.
Im geschmolzenen Zustand löst reines Silber leicht aus der Luft das 20-fache Volumen an Sauerstoff, der beim Erstarren der Schmelze unter Aufplatzen der bereits erstarrten OberflÀche (Spratzen) wieder entweicht. Bereits gering legiertes Silber zeigt diese Eigenschaft nicht.
Chemische Eigenschaften
Silber ist ein Edelmetall mit einem Normalpotential von +0,7991 V. Aus diesem Grund ist es relativ reaktionstrÀge. Es reagiert auch bei höherer Temperatur nicht mit dem Sauerstoff der Luft. Da in der Luft spurenweise Schwefelwasserstoff H2S enthalten ist, laufen SilberoberflÀchen allerdings mit der Zeit schwarz an, da elementares Silber mit Schwefelwasserstoff in Anwesenheit von Luftsauerstoff Silbersulfid (Ag2S) bildet:
4 A g + 2 H 2 S + O 2 â â 2 A g 2 S + 2 H 2 O {\displaystyle \mathrm {4\ Ag\ +\ 2\ H_{2}S\ +\ O_{2}\rightarrow \ 2\ Ag_{2}S\ +\ 2\ H_{2}O} } .
Silber löst sich nur in oxidierenden SĂ€uren, wie beispielsweise SalpetersĂ€ure. In nichtoxidierenden SĂ€uren ist es nicht löslich. Auch in Cyanid-Lösungen löst es sich bei Anwesenheit von Sauerstoff durch die Bildung eines sehr stabilen Silbercyanid-Komplexes, wodurch das elektrochemische Potential stark verschoben ist. In konzentrierter Schwefel- und SalpetersĂ€ure löst sich Silber nur bei erhöhten Temperaturen, da es durch Silbernitrat und -sulfat passiviert ist. Silber ist stabil gegen geschmolzene Alkalihydroxide wie Natriumhydroxid. Im Labor verwendet man darum fĂŒr diese Schmelzen auch Silber- anstatt Porzellan- oder Platintiegel.
Biologisch-medizinische Eigenschaften
Silber wirkt in feinstverteilter Form bakterizid, also schwach toxisch, was aufgrund der groĂen reaktiven OberflĂ€che auf die hinreichende Entstehung von löslichen Silberionen zurĂŒckzufĂŒhren ist. Im lebenden Organismus werden Silberionen jedoch in der Regel schnell an Schwefel gebunden und scheiden aus dem Stoffkreislauf als dunkles, schwer lösliches Silbersulfid aus. Die Wirkung ist oberflĂ€chenabhĂ€ngig. Dies wird in der Medizin genutzt fĂŒr Wundauflagen wie fĂŒr invasive GerĂ€te (z. B. endotracheale Tuben).cite-ref-aerzteblatt-33419-43-0[43] In der Regel wird Silber fĂŒr bakterizide Zwecke daher in Medizinprodukten als Beschichtung oder in kolloidaler Form eingesetzt, zunehmend auch Nanosilber. Silberionen finden als Desinfektionsmittel und als Therapeutikum in der Wundtherapie Verwendung. Sie können silberempfindliche Erreger nach relativ langer Einwirkzeit reversibel inhibieren, können darĂŒber hinaus bakteriostatisch oder sogar bakterizid (also abtötend) wirken. Man spricht hier vom oligodynamischen Effekt. In manchen FĂ€llen werden Chlorverbindungen zugesetzt, um die geringe Wirksamkeit des Silbers zu erhöhen.
Dabei kommen verschiedene Wirkmechanismen zum Einsatz:cite-ref-pmid23785037-44-0[44]
âą Blockierung von Enzymen und Unterbindung deren lebensnotwendiger Transportfunktionen in der Zelle,
⹠BeeintrÀchtigung der Zellstrukturfestigkeit,
⹠SchÀdigung der Membranstruktur.
Die beschriebenen Effekte können zum Zelltod fĂŒhren.
Neben der Argyrie, einer irreversiblen schiefergrauen VerfĂ€rbung von Haut und SchleimhĂ€uten, kann es bei erhöhter Silberakkumulation im Körper auĂerdem zu Geschmacksstörungen und Riechstörungen sowie zerebralen KrampfanfĂ€llen kommen. Silber reichert sich in der Haut, der Leber, den Nieren, der Hornhaut der Augen, im Zahnfleisch, in SchleimhĂ€uten, NĂ€geln und der Milz an.cite-ref-45[45]
Umstritten ist die therapeutische Einnahme von kolloidalem Silber, das seit einigen Jahren wieder verstĂ€rkt ins Blickfeld der Ăffentlichkeit rĂŒckt und ĂŒber Internet und andere KanĂ€le vermarktet wird. Es wird vor allem als Universalantibiotikum angepriesen und soll noch andere Leiden kurieren können. Wissenschaftliche Studien ĂŒber die Wirksamkeit gibt es nicht. Bereits die mit einem gĂ€ngigen Antibiotikum vergleichbare Wirkung ist bei peroraler Verabreichung stark anzuzweifeln. Sehr geringe oral aufgenommene Mengen bis 5 Mikrogramm Silber pro Kilogramm Körpergewicht und Tag sollen nach Ansicht der amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA zu keiner Vergiftung fĂŒhren.cite-ref-46[46]
Silber wurde 2014 von der EU gemÀà der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (REACH) im Rahmen der Stoffbewertung in den fortlaufenden Aktionsplan der Gemeinschaft (CoRAP) aufgenommen. Hierbei werden die Auswirkungen des Stoffs auf die menschliche Gesundheit bzw. die Umwelt neu bewertet und ggf. FolgemaĂnahmen eingeleitet. UrsĂ€chlich fĂŒr die Aufnahme von Silber waren die Besorgnisse bezĂŒglich hoher (aggregierter) Tonnage, anderer gefahrenbezogener Bedenken und weit verbreiteter Verwendung. Die Neubewertung fand ab 2014 statt und wurde von den Niederlanden durchgefĂŒhrt. AnschlieĂend wurde ein Abschlussbericht veröffentlicht.cite-ref-47[47]cite-ref-48[48]
Mythologische Eigenschaften
Verwendung
Silberpreis
â
Hauptartikel
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Silberpreis
Der Preis des Silbers wird auf dem offenen Markt bestimmt. Das geschieht seit dem 17. Jahrhundert am London Bullion Market. Die EinfĂŒhrung des Silberfixings 1897 in London markiert den Beginn der Marktstruktur. 1987 wurde die London Bullion Market Association (LBMA) gegrĂŒndet. Drei LBMA-Mitglieder nehmen am Silberfixing an jedem Arbeitstag unter Vorsitz der ScotiaMocatta teil. Weitere Mitglieder des Silberfixings sind die Deutsche Bank AG London und HSBC Bank USA NA London Branch.
In den 1970er Jahren fĂŒhrte die Silberspekulation der BrĂŒder Hunt zu einem Rekordstand beim Silberpreis. Diese kauften im Zusammenspiel mit vermögenden GeschĂ€ftsleuten aus Saudi-Arabien riesige Mengen an Silber sowie Silberkontrakten an den Warenterminbörsen und versuchten, den Silbermarkt zu beherrschen.cite-ref-faz-1294334-50-0[50] Am 18. Januar 1980 wurde beim Silberfixing am London Bullion Market ein Rekordstand von 49,45 US-Dollar pro Feinunze ermittelt. Den nĂ€chsten Rekord erreichte der Silberpreis erst ĂŒber 31 Jahre spĂ€ter, am 25. April 2011, als die Feinunze Silber in Hong Kong mit 49,80 US-Dollar gehandelt wurde. Dem Inflationsrechner des United States Department of Labor zufolge entsprechen 49,45 US-Dollar von 1980 im Jahr 2011 einer Summe von 134,99 US-Dollar.cite-ref-51[51] Daher dĂŒrfte es noch lange dauern, bis der Preis von 1980 unter BerĂŒcksichtigung der Inflation ĂŒberschritten wird.
FĂŒr den standardisierten Silberhandel an Rohstoffbörsen wurde âXAGâ als eigenes WĂ€hrungskĂŒrzel nach ISO 4217 vergeben. Es bezeichnet den Preis einer Feinunze Silber (31,1 Gramm).
WĂ€hrung und Wertanlage
Die frĂŒher wichtigste Verwendung war die Herstellung von SilbermĂŒnzen als Zahlungsmittel. FĂŒr MĂŒnzen wurde in der Antike und im Mittelalter nur Silber, Gold und Kupfer bzw. Bronze verwendet. Der MĂŒnzwert entsprach weitgehend dem Metallwert (KurantmĂŒnze). In Deutschland waren bis 1871 SilbermĂŒnzen (Taler) vorherrschend, die WĂ€hrung war durch Silber gedeckt (Silberstandard). Nach 1871 wurde der Silber- durch den Goldstandard abgelöst. Der Grund fĂŒr die Verwendung dieser Edelmetalle waren die hohe Wertspeicherung (Seltenheit) und WertbestĂ€ndigkeit von Silber und Gold. Erst in moderner Zeit werden MĂŒnzen auch aus anderen Metallen, wie Eisen, Nickel oder Zink hergestellt, deren Metallwert aber geringer ist und nicht dem aufgeprĂ€gten Wert entspricht (ScheidemĂŒnze). Silber wird als MĂŒnzmetall heute meist nur noch fĂŒr Anlage-, Gedenk- und SondermĂŒnzen verwendet.
Besonders in Zeiten von Wirtschaftskrisen â wie z. B. ab 2007 â hat sich neben Gold auch das Edelmetall Silber durch seine Kurs- und WertstabilitĂ€t als eine der wichtigsten Anlageform in verschiedensten AusprĂ€gungen wie z. B. Silberbarren, Silberschmuck oder SilbermĂŒnzen erwiesen.cite-ref-welt-4840200-52-0[52] Im Umfeld von WĂ€hrungskrisen gab es seit der Antike mehrmals in der Geschichte ein Silberverbot (s. Goldverbot).
Kunst, Wirtschaft und Sport
Als Material zur Herstellung von Metallkunst ist Silber seit langer Zeit bekannt.cite-ref-53[53] Silber ist neben Gold und Edelsteinen (z. B. Diamanten) ein wichtiges Material fĂŒr die Herstellung von Schmuck und wird seit Jahrhunderten fĂŒr erlesenes und wertbestĂ€ndiges Essbesteck (Tafelsilber) und Sakrales GerĂ€t verwendet. Silberstempel (Meistermarke, Stadtmarke, Steuermarke u. a. Punzen) geben Auskunft ĂŒber die Herkunft des Gegenstandes. Bei Schmuck, GerĂ€t und Barren kann der Silbergehalt, sofern angegeben, anhand des Feingehaltstempels abgelesen werden.
Silbermedaillen werden bei vielen SportwettkĂ€mpfen, z. B. bei den Olympischen Spielen, als Zeichen fĂŒr das Erreichen des zweiten Platzes verliehen. Die olympische Goldmedaille besteht ebenfalls zu 92,5 % aus Silber und ist lediglich mit 6 g reinem Gold vergoldet. Auch in anderen Bereichen werden Auszeichnungen hĂ€ufig als âsilbernâ bezeichnet. Beispiele sind Silberner BĂ€r, Silberner Griffel, Silberner Schuh und Silbernes Lorbeerblatt.
Sehr begehrt ist es auch bei Musikinstrumenten, da es aufgrund seiner Dichte einen schönen, warmen Ton von sich gibt, leicht zu verarbeiten ist und z. B. bei der Querflöte das empfindliche Holz ersetzt.
Silber besitzt die höchste elektrische LeitfĂ€higkeit aller Metalle, eine hohe WĂ€rmeleitfĂ€higkeit und eine ausgeprĂ€gte optische ReflexionsfĂ€higkeit. Dadurch ist es fĂŒr Anwendungen in Elektrik, Elektronik und Optik prĂ€destiniert. Die ReflexionsfĂ€higkeit von Glasspiegeln beruht auf der chemischen Versilberung von Glasscheiben. Dieses Prinzip wird auch bei der Fertigung von Christbaumschmuck, Optiken und Licht- oder WĂ€rmereflektoren verwendet. Eine Suspension von Silberpulver in Klebstoffen macht sie zu elektrisch (und thermisch) leitfĂ€higen Klebern.
Die SchwÀrzung der Silberhalogenide infolge ihres Zerfalls durch Licht und Entwicklung wird beim Fotopapier genutzt. Es bildete von etwa 1850 bis zur Verbreitung der Digitaltechnik die Grundlage der Fotografie.
Silberlegierungen (mit Kupfer, Zink, Zinn, Nickel, Indium usw.) werden in der Elektrotechnik und Löttechnik als Lotlegierungen (sogenanntes Hartlöten), Kontaktmaterialien (z. B. in Relais) und Leitmaterial (z. B. als KondensatorbelÀge) verwendet. Silberlegierungen werden aber auch in der Dentaltechnik und im dekorativen Bereich verwendet.
Silbergeschirre und -gerĂ€te geben beim Gebrauch immer etwas Silber an die Speisen und GetrĂ€nke ab, was sich besonders bei manchen GetrĂ€nken (Wein) in einem unangenehmen Metallgeschmack bemerkbar machen kann. Um dies zu vermeiden, werden silberne TrinkgefĂ€Ăe oft innen vergoldet. Durch Silbersulfid angelaufenes Silber wird entweder poliert oder chemisch reduziert (siehe Silberpflege).
Silber in medizinischen und medizinnahen Anwendungen
Silber wurde bereits im Mittelalter als Arzneimittel verwendet.cite-ref-54[54] Werkstoffe oder Beschichtungsverfahren nutzen heute die antibakterielle Wirkung von Silber in Medizinprodukten und anderen Anwendungen in Form von Silberbeschichtungen, als kolloidales Silber, Nanosilber oder in Form von SilberfÀden. Beispiele in Medizinprodukten:
âą Wundauflagen mit kolloidalem Silber oder Nanosilber
âą Silberbeschichtungen endoskopischer Tuben
âą Silberbeschichtung von Endoprothesen
âą Kunststoffe mit Silberdotierung zur Anwendung in der Medizintechnik
âą Silberhaltige Cremes als Arzneimittel und Kosmetika, z. B. bei Schuppen mit Hautpilzverdacht oder bei Neurodermitis
âą Silberplatte als Knochenersatz, typischerweise SchĂ€delknochen, etwa bei Lex Barker nach schwerer Kopfverletzung 1944.cite-ref-55[55] In MĂŒnchhausens Reise nach RuĂland und St. Petersburg (ab 1739) wird 1786 ĂŒber einen trinkfesten General fabuliert, der âzugleich mit seinem Hute eine an demselben befestigte silberne Platte aufhob, die ihm statt des HirnschĂ€dels diente.â
Beispiele fĂŒr Hygiene- und andere Anwendungen
âą SilberfĂ€den oder Silberionen hemmen in der antimikrobiellen AusrĂŒstung von Textilien das Wachstum von Bakterien auf der Haut und verhindern damit unangenehme GerĂŒche.
âą Beschichtung von OberflĂ€chen, z. B. in KĂŒhlschrĂ€nken, auf KĂŒchenmöbeln, Lichtschaltern und anderen GegenstĂ€nden
âą Antibakterielle Emaillierungen und Keramiken
âą Silberbeschichtete Wasserfilterkartuschen
âą BelĂ€ge von keramischen Kondensatoren fĂŒr die Elektrotechnik/Elektronik
In Bezug auf die nichtmedizinische Anwendung von Silber empfiehlt das Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung (BfR) vorerst generell auf den Einsatz von nanoskaligem Silber oder nanoskaligen Silberverbindungen in verbrauchernahen Produkten zu verzichten.cite-ref-56[56]
Silber in der Katalyse
Silberkatalysatoren finden industrielle Anwendung in der Partialoxidation von Ethen zu Ethylenoxid bzw. von Methanol zu Formaldehyd.cite-ref-sachtler1974-57-0[57]cite-ref-sperber1969-58-0[58] Durch die Bedeutung des Silbers fĂŒr die Oxidationskatalyse sind zahlreiche Untersuchungen zur Wechselwirkung von SilberoberflĂ€chen mit Sauerstoff durchgefĂŒhrt worden. Verschiedene Sauerstoffspezies sind an der SilberoberflĂ€che, im oberflĂ€chennahen Bereich und im Silbervolumen lokalisiert. Neben Spezies, die auf das Substrat ĂŒbertragen werden und mehr oder weniger selektiv zur Oxidation eines MolekĂŒls fĂŒhren, sind auch Zentren vorhanden, die eine katalytische Dehydrierung ermöglichen. Dies ist interessant im Zusammenhang mit der Tatsache, dass die Partialoxidation von Methanol zu Formaldehyd unterstöchiometrische Mengen an Sauerstoff erfordert.cite-ref-schl-gl1998-59-0[59] Die Bildung der Sauerstoffspezies ist abhĂ€ngig von der Temperatur, aber auch von der Art der ReaktionsatmosphĂ€re. Bestimmte O-Spezies sind ex situ nicht nachweisbar und stellen hohe Anforderungen an die eingesetzten Charakterisierungsmethoden.cite-ref-schl-gl2006-60-0[60]cite-ref-schl-gl2009-61-0[61]
Silber katalysiert anderseits auch die Reduktion organischer Substrate durch Wasserstoff, z. B. die Hydrierung von α,ÎČ-ungesĂ€ttigten Carbonylverbindungen. Die Wechselwirkung von H2 mit Silberkatalysatoren ist â verglichen mit klassischen Hydrierkatalysatoren wie Platin â nur schwach ausgeprĂ€gt.cite-ref-phdhohmeyer-62-0[62] Ag-Katalysatoren sind deshalb in der Lage, Doppelbindungen von bi-/multifunktionellen MolekĂŒlen selektiv zu hydrieren (z. B. Hydrierung von Acrolein zu Allylalkohol).
Nichtmetallische und nicht bakterizide Silberanwendungen
Silber wird als Lebensmittelfarbstoff E 174cite-ref-e-nummer174-63-0[63] auch im Speisenbereich verwendet, zum Beispiel fĂŒr ĂberzĂŒge von SĂŒĂwaren wie etwa Pralinen und in Likören. Silbersalze fĂ€rben Glas und Emaille gelb.
Silberlegierungen
Silber ist mit vielen Metallen legierbar. Gut legieren lĂ€sst es sich mit Gold, mit Kupfer oder mit Palladium (ein Palladiumgehalt von 20 bis 30 Prozent macht das Silber anlaufbestĂ€ndig). In begrenztem MaĂe lĂ€sst sich Silber mit Chrom, Mangan oder Nickel legieren. Legieren erhöht zumeist die HĂ€rte des Silbers. Mit Cobalt oder Eisen lĂ€sst es sich nicht legieren.
Die wichtigsten Silberlegierungen sind heute Kupfer-Silber-Legierungen. Sie werden meist nach ihrem Feingehalt an Silber, angegeben in Tausendstel, bezeichnet. Die gebrĂ€uchlichsten Silberlegierungen haben einen Feingehalt von 800, 835, 925 und 935 Tausendstel Teile Silber. 925er Silber wird nach der britischen WĂ€hrung Pfund Sterling als Sterlingsilber bezeichnet. Es gilt als die wichtigste Silberlegierung und wird u. a. zur Herstellung von MĂŒnzen, Schmuck und Besteck verwendet.
Im Hinblick auf den Export werden heute Korpuswaren vorwiegend aus einer Silberlegierung mit einem Feingehalt von 935/1000 hergestellt, da die Waren mit Silberloten gelötet werden, deren Feingehalt niedriger ist, um letztendlich dem gesetzlich geforderten Gesamtfeingehalt von beispielsweise 925/1000 zu genĂŒgen. Auch bei stark beanspruchten Bestecken geht seit Jahren der Trend zum Sterlingsilber. Silberwaren werden in der Regel abschlieĂend feinversilbert, Bestecke und VerschleiĂartikel hartversilbert. Durch die reine Silberbeschichtung werden die verkaufsfördernde, strahlendweiĂe Silberfarbe und ein stark vermindertes Anlaufen der Waren erreicht.
Eine im Mittelalter fĂŒr die Verzierung von Kunstwerken verwendete Silberlegierung ist das Tulasilber, eine Legierung von Silber, Kupfer, Blei und Schwefel. Silber wird hĂ€ufig auch vergoldet; man nennt es mit einem aus dem Französischen beziehungsweise Lateinischen stammenden Wort dann âVermeilâ.
Nachweis
Beim Zutropfen von Halogenid-Lösung in die zu prĂŒfende FlĂŒssigkeit bilden sich beim Vorhandensein von Silber-Kationen NiederschlĂ€ge, z. B.:
Ag+(aq) + Clâ(aq) â AgCl (s)
Als Nachweisreaktion fĂŒr Silbersalze erfolgt daher die Zugabe von SalzsĂ€ure oder Natriumchloridlösung. Es bildet sich ein weiĂer Niederschlag von Silberchlorid, der löslich in verdĂŒnntem Ammoniakwasser ist, wobei der Silberdiamminkomplex [Ag(NH3)2]+ entsteht. Bei hohen Konzentrationen an Chlorid löst sich das Silberchlorid teilweise wieder auf, da sich komplexe Dichloroargentate(I) bilden:
AgCl + Clâ â [AgCl2]â
Verbindungen
Silber kommt in chemischen Verbindungen hauptsÀchlich in der Oxidationsstufe +I vor, die Oxidationsstufen +II, +III und +IV sind selten und meist nur in Komplexen stabil.
Oxide
⹠Silber(I)-oxid Ag2O ist ein dunkelbrauner Feststoff, der aus silberhaltigen Lösungen mit Basen, z. B. Natronlauge, ausfÀllt. Bei höheren Temperaturen zerfÀllt Ag2O in die Elemente.
Die Silberoxide mit Silber in Oxidationsstufen gröĂer +I können nur auf elektrochemischem Wege dargestellt werden. Dies sind die Verbindungen Silber(I,III)-oxid AgO, Silber(II,III)-oxid Ag3O4 und Silber(III)-oxid Ag2O3.
Halogenide
Zu den wichtigsten Silberverbindungen zĂ€hlen die Silberhalogenide. Sie zersetzen sich im Licht und werden deshalb in der Analogfotografie gebraucht. Silberhalogenide sind auĂer dem Fluorid schwer in Wasser löslich und dienen zum Nachweis von Halogenid-Ionen.
⹠Silber(I)-fluorid AgF ist farblos und als einziges Silberhalogenid gut wasserlöslich. Es ist im Gegensatz zu den anderen Silberhalogeniden nicht lichtempfindlich.
âą Silber(I)-chlorid AgCl ist ein weiĂes, kristallines wasserunlösliches Pulver. Es dient als Nachweis fĂŒr Chloridionen. AuĂerdem wird es in Referenzelektroden und in der Analogfotografie verwendet.
⹠Silber(I)-bromid ist hellgelb und ebenfalls wasserunlöslich. Da es lichtempfindlicher als Silberchlorid ist, dient es sehr hÀufig als lichtempfindliche Schicht in der Analogfotografie.
âą Silber(I)-iodid ist wie Silberbromid gelb und wasserunlöslich. Es wird selten auch in der Analogfotografie verwendet. Manchmal wird Silberiodid von Flugzeugen als Kondensationskeim zur Regenbildung versprĂŒht.
âą Silber(II)-fluorid AgF2 ist eines der wenigen nicht komplexen zweiwertigen Silbersalze. Es wird als Fluorierungsmittel an Stelle von elementarem Fluor verwendet.
Weitere Verbindungen
âą Silber(I)-sulfid Ag2S ist von allen Silbersalzen am schwersten wasserlöslich. Es ist schwarz und entsteht direkt aus den Elementen oder durch Versetzen silberhaltigen Lösungen mit Schwefelwasserstoff. Wenn Silberbesteck anlĂ€uft, besteht der dunkle Ăberzug ebenfalls aus Silbersulfid.
âą Silbernitrat AgNO3 ist die wichtigste Silberverbindung und Ausgangsstoff fĂŒr die Herstellung der meisten anderen Silberverbindungen. Es ist leicht wasserlöslich und wird durch Auflösen von Silber in SalpetersĂ€ure hergestellt.
âą Silberazid AgN3 und Silberacetylid Ag2C2 sind hochexplosiv. Ersteres kann als InitialzĂŒnder von Sprengstoffen dienen. Das ebenfalls sehr explosive Silberfulminat AgCNO wird auch als Knallsilber bezeichnet.
⹠Silbercyanid AgCN ist ein hochgiftiges farbloses Pulver, das beim Versetzen von Silbersalzlösungen mit Cyanidionen ausfÀllt.
Silber in höheren Oxidationsstufen tritt beispielsweise im Tetrapyridinosilber(II)-persulfat â [Ag(C5H5N)4]S2O8, im Kaliumtetrafluoroargentat(III) K[AgF4] oder Caesiumhexafluoroargentat(IV) Cs2[AgF6] auf. Die giftigen Silbercyanide werden u. a. in galvanischen BĂ€dern zur Versilberung und Farbvergoldung (hellgelb-grĂŒnlichgelb) eingesetzt. Bei Silber(I) ist die Neigung zur Bildung von Komplexionen ausgeprĂ€gt, meist mit der Koordinationszahl 2. Diese Komplexionen sind mit Ausnahme des erst in stark salzsaurer Lösung entstehenden [AgCl2]â nur in alkalischer oder neutraler Lösung bestĂ€ndig.
Heraldik
Siehe auch
Literatur
⹠Tillmann Bendikowski: Die Spur des Silbers. Wie die Jagd nach dem Edelmetall unsere Welt verÀndert hat. C. Bertelsmann Verlag 2025, ISBN 978-3641318048
âą Helen Hills (Hrsg.): Silver. Transformational matter (= Proceedings of the British Academy, Bd. 259). Oxford University Press, Oxford 2023, ISBN 978-0-19-726754-7.
âą A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1, S. 1452â1466.
âą GĂŒnter Ludwig, GĂŒnter Wermusch: Silber. Aus der Geschichte eines Edelmetalls. Verlag Die Wirtschaft, Berlin 1986, ISBN 3-349-00101-7.
âą Serenella Medici et al.: Medical Uses of Silver: History, Myths, and Scientific Evidence. In: Journal of Medicinal Chemistry. Band 62, Nr. 13, 11. Juli 2019, S. 5923â5943, doi:10.1021/acs.jmedchem.8b01439, PMID 30735392 (englisch).
Weblinks
Commons
: Silber
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Silber
â BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Wikiquote: Silber
â Zitate
Wikibooks: Praktikum Anorganische Chemie/ Silber
â Lern- und Lehrmaterialien
âą Literatur von und ĂŒber Silber im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
âą Mineralienatlas â Silber (Bilder, Vorkommen, technische Fakten), Mineralienportrait Silber
Einzelnachweise
cite-note-howi-1433-11. A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1, S. 1433.
cite-note-21. Die Werte fĂŒr die Eigenschaften (Infobox) sind, wenn nicht anders angegeben, aus Silber. auf: webelements.com entnommen.
cite-note-ciaaw-32. CIAAW, Standard Atomic Weights Revised 2013.
cite-note-nist-asd-silver-43. Eintrag zu silver in Kramida, A., Ralchenko, Yu., Reader, J. und NIST ASD Team (2019): NIST Atomic Spectra Database (ver. 5.7.1). Hrsg.: National Institute of Standards and Technology, Gaithersburg, MD. doi:10.18434/T4W30F (physics.nist.gov/asd). Abgerufen am 11. Juni 2020.
cite-note-webelements-silver-54. Eintrag zu silver bei WebElements, www.webelements.com, abgerufen am 11. Juni 2020.
cite-note-greenwood-65. N. N. Greenwood, A. Earnshaw: Chemie der Elemente. 1. Auflage. VCH, Weinheim 1988, ISBN 3-527-26169-9, S. 1509.
cite-note-76. Robert C. Weast (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. CRC (Chemical Rubber Publishing Company), Boca Raton 1990, ISBN 0-8493-0470-9, S. E-129 bis E-145. Werte dort sind auf g/mol bezogen und in cgs-Einheiten angegeben. Der hier angegebene Wert ist der daraus berechnete maĂeinheitslose SI-Wert.
cite-note-zhang-87. Yiming Zhang, Julian R. G. Evans, Shoufeng Yang: Corrected Values for Boiling Points and Enthalpies of Vaporization of Elements in Handbooks. In: Journal of Chemical & Engineering Data. 56, 2011, S. 328â337, doi:10.1021/je1011086.
cite-note-98. Ludwig Bergmann, Clemens Schaefer, Rainer Kassing: Lehrbuch der Experimentalphysik. Band 6: Festkörper. 2. Auflage. Walter de Gruyter, 2005, ISBN 3-11-017485-5, S. 361.
cite-note-gestis-109. Eintrag zu Silber in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 10. Januar 2025. (JavaScript erforderlich)
cite-note-1110. Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva): Grenzwerte â Aktuelle MAK- und BAT-Werte (Suche nach 7440-22-4 bzw. Silber), abgerufen am 25. November 2019.
cite-note-1212. â WĂ€rmeleitfĂ€higkeit. auf der Website der Technischen FakultĂ€t der Uni Kiel.
cite-note-dwb-1313. â Vgl. Silber im Deutschen Wörterbuch der BrĂŒder Grimm.
cite-note-1414. â Vgl. Online Etymology Dictionary zu Englisch silver.
cite-note-1515. â Vgl. Online Etymology Dictionary zu Englisch argent (fĂŒr Silber als heraldische Farbe).
cite-note-1616. â Wilhelm Hassenstein, Hermann Virl: Das Feuerwerkbuch von 1420. 600 Jahre deutsche Pulverwaffen und BĂŒchsenmeisterei. Neudruck des Erstdruckes aus dem Jahr 1529 mit Ăbertragung ins Hochdeutsche und ErlĂ€uterungen von Wilhelm Hassenstein. Verlag der Deutschen Technik, MĂŒnchen 1941, S. 40.
cite-note-1717. â Vgl. auch Udo Benzenhöfer: Johannesâ de Rupescissa âLiber de consideratione quintae essentiae omnium rerumâ deutsch. Studien zur Alchemia medica des 15. bis 17. Jahrhunderts mit kritischer Edition des Textes (= Heidelberger Studien zur Naturkunde der frĂŒhen Neuzeit. Band 1). Steiner, Wiesbaden/Stuttgart 1989, ISBN 3-515-05388-3 (Zugleich Medizinische Dissertation, UniversitĂ€t Heidelberg, 1988), S. 186 (âDurch den monen ist das silber geschaffen, und umbe dz ez des monen eigenschafft hat so nennen wir es lunaâ).
cite-note-1818. â Wilhelm Hassenstein, Hermann Virl: Das Feuerwerkbuch von 1420. 600 Jahre deutsche Pulverwaffen und BĂŒchsenmeisterei. Neudruck des Erstdruckes aus dem Jahr 1529 mit Ăbertragung ins Hochdeutsche und ErlĂ€uterungen von Wilhelm Hassenstein. Verlag der Deutschen Technik, MĂŒnchen 1941, S. 103.
cite-note-usgs-1919. â United States Geological Survey: Silver Statistics and Information
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